Beikost: die häufigsten Fragen
Ab wann, wie viel, was zuerst? Kurz beantwortet nach den Schweizer Empfehlungen. Die Antworten ersetzen keine Beratung: Bei Fragen helfen dir deine Kinderärztin, dein Kinderarzt oder die Mütter- und Väterberatung.
Zum Babygeschirr →Ab wann darf mein Baby Beikost essen?
In der Schweiz gilt: frühestens ab dem 5. Lebensmonat, also wenn dein Baby 4 Monate alt ist, und spätestens zu Beginn des 7. Monats. Wann genau, hängt von deinem Kind ab. Achte auf seine Zeichen und frag im Zweifel bei deiner Kinderärztin, deinem Kinderarzt oder der Mütter- und Väterberatung nach.
Kann man schon im 4. Monat mit Beikost anfangen?
«Im 4. Monat» heisst genau genommen: zwischen 3 und 4 Monaten. Das ist noch zu früh. Ist dein Baby 4 Monate alt und zeigt es die typischen Zeichen, darf es losgehen. Darum ist unser Babygeschirr ab 4 Monaten gedacht.
Wie merke ich, dass mein Baby bereit für Beikost ist?
Typische Zeichen sind:
- Es sitzt mit etwas Unterstützung aufrecht und hält den Kopf sicher.
- Es schaut euch beim Essen interessiert zu und greift nach dem Essen.
- Es steckt Dinge in den Mund.
- Es öffnet den Mund für den Löffel und schiebt den Brei nicht gleich wieder mit der Zunge hinaus.
Warum keine Beikost vor dem 5. Monat?
In den ersten Monaten deckt Muttermilch oder Säuglingsmilch alles, was dein Baby braucht, und die Verdauung ist auf Milch eingestellt. Ausserdem schiebt die Zunge Festes noch reflexartig wieder aus dem Mund. Zu frühe Beikost würde vor allem die Milch verdrängen.
Was passiert, wenn man zu spät mit der Beikost beginnt?
Ab etwa 6 Monaten reicht Milch allein nicht mehr, vor allem bei Eisen und Zink. Zudem ist diese Zeit günstig, um neue Geschmäcker und festere Konsistenzen kennenzulernen. Hat dein Baby zu Beginn des 7. Monats noch keine Beikost, sprich am besten mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder der Mütter- und Väterberatung.
Wie fange ich am besten mit der Beikost an?
Starte mit einer Mahlzeit am Tag, meist am Mittag, und mit einem einzigen Lebensmittel, zum Beispiel Karotte als feiner Brei. Neues führst du einzeln und im Abstand von ein paar Tagen ein. Nach und nach kommen Kartoffeln, etwas Rapsöl und später Fleisch, Fisch oder Ei dazu. Salz, Zucker und Honig lässt du weg.
Wie viel Brei braucht ein Baby am Anfang?
Am Anfang reichen ein paar Löffelchen. Es geht ums Kennenlernen, nicht ums Sattwerden, danach gibt es wie gewohnt Milch. Über einige Wochen wird die Portion grösser, bis der Brei eine Milchmahlzeit ersetzt. Dein Baby zeigt dir, wann es genug hat: Es dreht den Kopf weg oder macht den Mund zu.
Wie lange dauert es, bis ein Baby Brei mag?
Ein neuer Geschmack braucht oft 8 bis 10 Versuche, manchmal mehr. Ein verzogenes Gesicht heisst meist nicht «schmeckt nicht», sondern «ist neu». Biete das Lebensmittel ohne Druck immer wieder an, an verschiedenen Tagen. Geduld lohnt sich.
Wie oft am Tag gibt es Beikost?
Zuerst einmal am Tag. Klappt das gut, kommt nach einigen Wochen eine zweite Mahlzeit dazu und später eine dritte. Mit 9 bis 11 Monaten isst dein Baby meist 3 bis 4 Mal am Tag Beikost. Ab etwa einem Jahr gibt es 3 Hauptmahlzeiten und 1 bis 2 Zwischenmahlzeiten.
Was darf mein Baby mit 4, 5 oder 6 Monaten essen?
Zum Start passen fein pürierte Gemüse wie Karotte, Kürbis, Pastinake oder Zucchetti, dazu Kartoffeln und etwas Rapsöl. Auch Früchte wie Apfel, Birne oder Banane gehen gut. Schritt für Schritt kommen Getreide, gut gegartes Fleisch, Fisch und Ei dazu. Gluten, Fisch oder Ei musst du nicht hinauszögern: Später einzuführen schützt nicht vor Allergien.
Ab wann darf ein Baby Naturjoghurt essen?
Joghurt nature und Vollmilch darfst du frühestens ab dem Beikoststart geben, und nur in kleinen Mengen, zum Beispiel im Getreidebrei. Meist ist das ab etwa 7 Monaten. Quark und Käse lässt du im ersten Jahr weg. Ab einem Jahr darf dein Kind ganz normal Milch und Milchprodukte essen.
Ab welchem Alter darf ein Baby Brot essen?
Gegen Ende des ersten Jahres, etwa ab 10 Monaten, isst dein Kind nach und nach mit am Familientisch, und dann ist auch Brot dabei. Ideal ist weiches Brot ohne ganze Körner und harte Rinde, in kleinen Stücken. Brot enthält Salz, darum lieber nicht zu viel davon.
Welche Lebensmittel sind im ersten Jahr tabu?
Im ersten Lebensjahr lässt du besser weg:
- Honig
- Salz, Zucker und salzige Würzmittel wie Bouillon
- Rohe oder nicht durchgegarte tierische Lebensmittel wie Rohmilch, rohes Fleisch, roher Fisch oder weiche Eier
- Wurstwaren, Leber, Wild und grosse Raubfische wie Schwertfisch, Marlin oder Hai
- Reis-, Hafer-, Mandel- oder Sojadrinks als Milchersatz
- Kuhmilch als Getränk (kleine Mengen im Brei sind okay)
- Ganze Nüsse und andere harte, kleine Stücke, wegen Erstickungsgefahr
Was trinkt mein Baby zur Beikost?
Mit der Beikost darf dein Baby zusätzlich etwas trinken, und je mehr Breimahlzeiten es isst, desto wichtiger wird das. Am besten eignen sich Hahnenwasser oder ungesüsster Tee. Biete beides gern in einem kleinen offenen Becher an, so übt dein Baby nebenbei das Trinken. Süssgetränke und Saft als Getränk braucht es nicht.
Wie sieht ein Wochenplan für die Beikost aus?
Ein starrer Plan ist nicht nötig. Bewährt hat sich, jede Woche ein bis zwei neue Lebensmittel dazuzunehmen, zum Beispiel: Woche 1 Karotte, Woche 2 Karotte mit Kartoffel und Rapsöl, Woche 3 zusätzlich etwas Fleisch, Fisch oder Ei. Für den Überblick gibt es unseren Familien-Wochenplan zum Ausdrucken, gratis.
Was brauche ich für den Beikoststart?
Gar nicht viel: einen weichen Löffel in Babygrösse, eine Schale oder einen Teller, der nicht rutscht, ein Lätzchen und einen kleinen Becher. Dazu einen Hochstuhl, in dem dein Baby aufrecht sitzt. Unser Babygeschirr aus Silikon ist für genau diesen Start gemacht, ab 4 Monaten.
